Solarthermie: Stand der Entwicklung und Projekte

Situation in Deutschland

In Deutschland wurden im Jahr 2011 5.600 GWh Energie durch Anlagen der Solarthermie erzeugt. Dies entspricht einer Steigerung von 400 GWh im Vergleich zum Vorjahr.  Insgesamt sind in Deutschland, im Jahr 2010, 14 km2 Fläche mit Kollektoren bedeckt. Im Vergleich zum Vorjahr waren 1 km2 mehr belegt. 

Situation Rheinland-Pfalz

2010 war in Rheinland-Pfalz eine Fläche von 744.805 m² mit Kollektoren bedeckt, die insgesamt eine Energie von 380 GWh produzierten. Dies entspricht einer Steigerung von 24 Mio. kWh und 60.084 m2 zum Vorjahr. Hauptsächlich wurden diese im privaten Bereich zur Raumheizung/ Brauchwassererwärmung genutzt.


Situation im Saarland

Im Saarland war im Jahr 2010 eine Kollektorfläche von 171.739 m2 installiert. Dabei sind hiervon 14.401m2 neuinstallierte Kollektorfläche aus dem Jahr 2010. Die produzierte Wärmeenergie aus diesen Anlagen betrug 5 GWh und von den gesamten Anlagen betrug sie im Jahr 2011 70 GWh.

Wege für Wind- und Solarprojekte


Am 24. Mai 2012 fand in Rilchingen ein Workshop unter dem Motto "Wege für Wind- und Solarprojekte" statt.

Experten stellten die aktuellen Entwicklungen im Saarland, der Region Moselle und in Rheinland-Pfalz dar. Angeregte Diskussionen prägten den praxisorientieren Workshop, dessen Fokus auf den Themen Wind und Solar lag und sich in drei Themenblöcke gliederte. Vor den drei Themenblöcken begrüßte Stephan Strichertz, Bürgermeister der Gemeinde Kleinblittersdorf, die Teilnehmer und stellte den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Gemeinde Kleinblittersdorf vor.

Der erste Block beschäftigte sich mit der Methodik der Windpotenzialerhebung. Herbert Gouverneur stellte die Planungsgemeinschaft Westpfalz und deren Herangehensweise vor. Besonderes Interesse fand die Betrachtung der Windhöffigkeit an möglichen Standorten in 100 m Höhe. Der Trend gehe zu höheren Anlagen mit einer größeren Leistung.

Vortrag von Herbert Gouverneur zum Downloaden.

Anschließend beschrieb Matthias Habermeier von ARGUS Concept die Windpotenzialanalyse im Saarland. Hierbei beleuchteten die Workshopteilnehmer die Flächen in Grenznähe und das Einbinden der Öffentlichkeit in Analysen.

Vortrag von Matthias Habermeier zum Downloaden.

Die beiden Impulsreferate bewirkten eine angeregte Diskussion, welche auch die Verteilung der Aufgaben und die Lebensdauer eines Windparks thematisierte. In Deutschland liege eine hohe Verantwortung bei den Projektbetreibern. Diese profitierten aber auch bis 30 Jahre nach der Realisierung der Anlage und darüber hinaus noch davon. Der Bau von Anlagen in Waldgebieten stieß auf heftigen Diskussionsbedarf, unterschiedlichste Ansichten zum Flächenverbrauch von über einem Hektar und zu den Kriterien für die Ausweisung wurden geäußert. Abschließend erläuterte Etienne Muller vom Conseil Général de la Moselle die Ziele der französischen Energiepolitik und wies auf die Probleme der Region Moselle hin. Sie verfüge über schlechte Voraussetzungen aufgrund der geringen Windhöffigkeit und großer Waldschutzgebiete.

Thema des zweiten Blocks war die Methodik der Solarpotenzialanalyse. Zunächst stellte Klaus-Dieter Uhrhan vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes das Solarkataster von saarländischen Kommunen vor. Dieses wurde nach der sogenannten sunarea-Methode für die Landkreise Saarlouis, Neunkirchen und St. Wendel erstellt. Ergebnis ist, nur rund 10 % der Potenzialflächen in diesen Gebieten seien mit Solaranlagen belegt. Interessant war auch, dass besonders Datenschutzfragen im Saarland eine Rolle spielen und die Nutzung der Kataster erschweren.

Vortrag von Klaus-Dieter Uhrhan zum Downloaden.

Im Anschluss stellten Dr. Alexander Dörr von der ARGE SOLAR und Wolfgang Selke vom Regionalverband Saarbrücken eine weitere  Herangehensweise dar, die für das Solarkataster des Stadtverbandes Saarbrücken angewendet wurde. Aufbauend auf dieser Bestandsaufnahme des Solarkatasters entschied sich der Verband, sich nur auf Standorte für Großanlagen zu konzentrieren und die Eigentümer der Dachflächen direkt anzusprechen.

Vortrag von Dr. Alexander Dörr und Wolfgang Selke zum Downloaden.


Die französischen Projektpartner waren sehr an der Darstellung des Solarpotenzials in einer Region sehr interessiert und könnten sich dies auch für ihre Region Département Moselle vorstellen. Daher wurde im  Rahmen des ENEFF-Projektes für eine weitere Kommunikation die Broschüre von dem Solarkataster des Regionalverbandes Saarbrücken ins Französische übersetzt.

Im dritten Themenblock „Praktische Umsetzung von Windkraft- und Solaranlagen“ stellten die Projektentwickler und Anlagenbetreiber Herr Bastian von Enovos (www.neustromland.de), Herr Tonnelier von STEAG und Herr Goller von der G.A.I.A mbH ihre Projekte und Erfahrungen vor.

Vortrag von Markus Bastian zum Downloaden.

Vortrag von Bernard Tonnelier zum Downloaden.

Vortrag von Markus Goller, G.A.I.A. zum Downloaden.

Die Informationen reichten hier von Bürgerbeteiligungsmodellen, über Umsetzungsschwierigkeiten in Deutschland und Frankreich bis hin zum Projektdruck durch zu wenige Flächenausweisungen. Auf Basis dieser Vorträge fand ein informativer Austausch zwischen den Teilnehmern statt.
Interesse fand vor allem die Erkenntnis, dass Anlagen trotz Abschaltungen zum Vogelschutz, zur Vermeidung von Schattenschlag etc. wirtschaftlich betrieben werden können, wenn diese Zeiten weniger als 1 Prozent der Vollbetriebsstunden pro Jahr betragen.

 

Im Anschluss besuchten die Workshopteilnehmer die Saar-Therme.

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