Rechtlicher Rahmen

Für Freifeldanlagen bzw. Freiflächenanlagen besteht nur dann ein Anspruch auf eine Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), wenn eine Baugenehmigung für das Vorhaben vorliegt und es im Geltungsbereich des Bebauungsplans der Gemeinde errichtet ist. Dies benötigt eine Vorlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Bebauungsplan wird von den Gemeinden festgelegt und gibt vor, welche Nutzung beziehungsweise Bebauung für eine Fläche zulässig ist. 
Bei der Dachmontage ist eine Baugenehmigung in den meisten Bundesländern nicht zwingend erforderlich. Bei ein paar Gesetzestexten ist es etwas undeutlich formuliert, aber durch unver-bindliches Nachfragen bei dem örtlichen Bauamt wird diese Unklarheit in der Regel schnell beseitigt. Der Bauherr selbst ist für die korrekte Durchführung der Umbaumaßnahme verantwortlich.

Förderung

Förderung von Energie aus solarer Strahlung in Deutschland (auf Landes- und Bundesebene)

Förderungsgesetz

Förderung

weitere Angaben

Deutschland

EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) (Stand: 27.06.2012)

•ab 01.11.2012 12: 12,35 ct/kWh (Bei Zubau von 8.500 MWp); 12,43 ct/kWh (Bei Zubau von 6.000 Mwp); 12,58 ct/kWh (Bei Zubau von 3.000 MWp)

• Grundvergütung für Anlagen mit einer Leistung von über 1 MW bis 10 MW erhalten für 90% der produzierten Jahresstrommenge die Einspeisevergütung

•ab 01.11.2012 15,10 ct/kWh (Bei Zubau von 8.500 MWp); 15,19 ct/kWh (Bei Zubau von 6.000 MWp); 15,38 ct/kWh (Bei Zubau von 3.000 MWp)

•Anlagen von 40 kW bis 1 MW Leistung erhalten für 90% der produzierten Jahresstrommenge die Einspeisevergütung

•ab 01.11.2012 16,93 ct/kWh (Bei Zunahme von 8.500 MWp); 17,03 ct/kWh (Bei Zunahme von 6.000 MWP); 17,24 ct/kWh (Bei Zunahme von 3.000 MWp)

•Anlagen von 10 kW bis 40 kW erhalten für 90% der produzierten Jahresstrommenge die Einspeisevergütung

•ab 01.11.2012 17,84 ct/kWh (Bei Zubau von 8.500 MWp); 17,96 ct/kWh (Bei Zubau von 6.000 MWp); 18,18 ct/kWh (Bei Zubau von 3.000 MWp)

•Anlagen bis 10 kW erhalten für 100 % der produzierten Jahresstrommenge die Einspeisevergütung

KfW (Erneuerbaren Energien Standard) (Stand: Januar 2012)

•Zinssatz ab 1% effektiv pro Jahr

Nicht gefördert werden:

• langfristige Finanzierung

• der Bund, die Bundesländer

•tilgungsfreie Anlaufzeit

• Sanierungsfälle

•auch nutzbar für große Unternehmen

•Unternehmen in Schwierigkeiten oder in Sektoren des EU-Beihilferechts

  

•Nachfinanzierung bereits erworbener Anlagen, aber auch der Erwerb gebrauchter Anlagen

 

•Umschuldung

Landesebene

Saarland

Klima Plus Saar (Stand: 23.08.2012)

•800 €/kWp an Schulen, Kindertagseinrichtungen und Schullandheimen

Maximal 10.000 €

•Entwicklungs-, Pilot- und Demonstrationsvorhaben mit bis zu 40% der zuwendungsfähigen Ausgaben

•Maximal 100.000 €

Rheinland-Pfalz

Förderprogramm für hochenergie-effiziente Gebäude (Stand: 31.10.2012)

•1.500 € je Wohngebäude bei Dachsanierung mit Installation einer Photovoltaikanlage

•maximal 1.500 €

 

Aktionen

Die Bundesregierung hat 2010 die „Innovationsallianz Photovoltaik“ ins Leben gerufen, die auf eine verstärkte Kooperation innerhalb der Prozessketten und zwischen Ausrüstungs- und Photo-voltaik-Industrie setzt. Ziel ist es, die Fertigungskosten kontinuierlich zu senken und damit gleich-zeitig die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

100.000-Dächer-Programm
Sehr erfolgreich wurde das 100.000-Dächer-Programm als Nachfolgeprogramm des 1000-Dächer-Programms 2003 abgeschlossen. Seit 1999 konnten Privatpersonen, Freiberufler und kleine und mittlere Unternehmen einen zinsreduzierten Kredit zur Errichtung einer PV-Anlage aufnehmen. 300 MWp installierte Leistung wurden dabei erzielt. Nach Auslaufen des Programms wurde die Einspeisevergütung angepasst. 

Solarbundesliga
Um an der Solarbundesliga teilnehmen zu können, muss man seine Kommune anmelden. Von da an werden alle neu installierten Photovoltaikanlagen und alle Bestandsanlagen registriert und es wird ein Ranking zwischen den Kommunen beziehungsweise Städten aufgestellt. Für einen Ver-gleich wird die installierte Leistung der Photovoltaikanlagen auf die Einwohnerzahl bezogen. Da-bei belegt die Gemeinde oder Stadt den ersten Platz, die das höchste Verhältnis aufweist. Die aktuellen Rankings können auf www.solarbundesliga.de eingesehen werden.

Solarinitiative Rheinland-Pfalz 2015
Durch die Solarinitiative Rheinland-Pfalz 2015 soll ein Anreiz geschaffen werden, auf 100.000 rheinlandpfälzischen Dächern Photovoltaikanlagen zu installieren. Hier sollen PV-Anlagen auf Dachflächen privater, gewerblicher und öffentlicher Gebäude installiert werden. Fördergelder von rund 1.500 Euro können bei einer energetischen Dachsanierung mit Installation einer Solar-stromanlage bezogen werden. Als weitere Maßnahme wurden lokale Dachbörsen eingerichtet.

Solar-Landesmeisterschaft Rheinland-Pfalz
Die Solar-Landesmeisterschaft Rheinland-Pfalz wird zwischen den Kommunen des Landes ausge-tragen. Gewertet werden die installierte solarthermische Kollektorfläche und installierte Kilowatt solaren Stroms pro Einwohner. Somit können die Kommunen miteinander verglichen werden. Im Bereich des Solarstroms belegt derzeit Bauler mit 8,32 kW pro Einwohner den ersten Platz.  Den Platz zwei mit 4 kW pro Einwohner konnte sich Strickscheid und den Platz drei mit 3 kW pro Ein-wohner konnte sich Orsfeld sichern.

Solar-Landesmeisterschaft Saarland
Das gleiche Prinzip der rheinland-pfälzischen Solar-Landesmeisterschaft gilt auch für die saarlän-dische. Die Punktevergabe erfolgt über ein pro-Einwohner-System. Also werden die Leistungen aller auf den einzelnen heruntergerechnet, um den pro-Kopf-Ertrag zu haben. Über diesen Betrag werden die Punkte entsprechend verteilt: Pro 3 Watt/Einwohner gibt es einen Punkt und 100 Punkte für jeden m²/Einwohner Kollektorfläche. Am Ende gibt es für die Gewinnerstadt oder -Kommune eine Meisterfeier, der Meister wird auf der Homepage des Ministeriums für Wirt-schaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes  veröffentlicht.  Sieger des Jahres 2011 war die Stadt Merzig mit 190 Punkten, gefolgt von Losheim am See mit 162 Punkten und Kirkel, die das Feld mit 153 Punkten komplettierten

 

Auszeichnungen


Der Deutsche Solarpreis, der seit 1994 durch die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. ausgeschrieben und verliehen wird, zeichnet Gemeinden, kommunale Unternehmen, Vereine und Gesellschaften, private Personen, Ingenieure, Architekten sowie Organisationen in acht Kategorien aus, die die Nutzung der erneuerbaren Energien in außergewöhnlichem Maß vorantreiben.

2011 ging die Auszeichnung in der Kategorie „Städte/Gemeinden, Landkreise und Stadtwerke“ an die Stadt und die Stadtwerke Speyer, die einen vorbildlichen Leitfaden zur Strom- und Wärmebe-reitstellung umsetzen.  Bis 2040 sollen die Wärmebereitstellung und bis 2030 die Energiebereit-stellung zu 100 Prozent regenerativ erzeugt werden.
In der Kategorie „Bildung und Weiterbildung“ wurde die Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft der evangelischen Kirche der Pfalz in Landau für das Weiterbildungsprogramm „Projektentwick-ler für Energiegenossenschaften“ geehrt.
Dr. Dieter Attig, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Saarbrücken AG, wurde 2011 mit dem Deutschen Solarpreis ausgezeichnet.

Gesamtzubau weltweit und in der EU


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