Die soziale Dimension der Energieeffizienz: ein deutsch-französischer Vergleich

In Frankreich verpflichtet ein Gesetz die Gemeinden und Gemeindezusammenschlüsse einer bestimmten Größe dazu, auf ihrem Gebiet über mindestens 20 Prozent Sozialwohnungen zu verfügen.


In Frankreich

Öffentlicher Bestand
Das Gesetz verpflichtet die Gemeinden und Gemeindezusammenschlüsse einer bestimmten Größe dazu, auf ihrem Gebiet über mindestens 20 Prozent Sozialwohnungen zu verfügen.

Privatbestand
Das Amt für Wohnungswesen (Agence Nationale de l'Habitat) ANAH subventioniert bestimmte Arbeiten in bestehenden Mietwohnungen, unter der Voraussetzung, dass der Vermieter sich dazu verpflichtet, die Wohnungen an Personen mit niedrigem Einkommen zu gedeckelten Mieten zu vermieten (Umwandlung in vereinbarungsgebundene Wohnung).

In Deutschland

Seit 2006 obliegen die Gesetzgebung und die Finanzierung des sozialen Wohnungsbaus den Bundesländern (mit Ausgleichszahlungen des Staates bis 2013).

In Rheinland-Pfalz

Unterschiedliche Hilfen für den Sozialen Wohnungsbau:
- Zinsgarantie
- Direkte Subventionen Zuschussförderung (immer häufiger)
- Darlehenssubventionen (immer weniger).

Im Saarland

Die Förderung des Baus von Wohnungen mit tragbaren Mieten wird über das WoFG, die WFB und der geltenden Programmvorschrift 2007 geregelt und umfasst einen festgeschriebenen Zinssatz über die gesamte Laufzeit des Darlehens, der derzeit 1,90 % p.a. beträgt, und eine Kreditlaufzeit von maximal 30 Jahren.

Detaillierte Informationen und ein Ländervergleich.

Energieeffizienz von Wohngebäuden: der soziale Faktor!

Energiearmut ist kein Phänomen mehr von Randgruppen. Sie hat sich zum Alltagsproblem entwickelt. Für manche Haushalte ist das Heizen einer Wohnung auf angenehme Temperaturen schon zum unbezahlbaren Luxus geworden. Die steigenden Energiekosten treffen besonders einkommensschwache Haushalte.
Ziel der Tagung am 26. Juni 2012 im Kommunikationszentrum von Smart in Hambach (Moselle) war es, über den deutschen Blickwinkel hinaus - Mittel und Möglichkeiten zu ergründen, die Energieeffizienz von Wohnbauten zu steigern, um die Energiekosten zu senken und damit die Zahlungsfähigkeit der Haushalte zu steigern.


Während der Diskussionsrunden wurden aufeinander aufbauend die Themen der Energieeffizienz von Gebäuden (ein Muss auf dem Weg zur Energieeinsparung), des Nutzerverhaltens (eine Bedingung) und des intelligenten Gebäudes (eine Hilfestellung) erörtert.

Hier ein Auszug der Voträge:

I. „Ein Muss: ein energieeffizientes Gebäude, das die Energiekosten im Rahmen halten kann“

Elke WAGNER – Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft mbH Neunkirchen (Saarland)

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Christian Patzwahl – Geschäftsführer der Saarbrücker gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (Saarland)

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II. „Eine Bedingung: das Nutzerverhalten“

Barbara KALKER – Caritas Frankfurt

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Barbara DRÖSCHEL – IZES (Institut für ZukunftsEnergieSysteme) (Saarland)

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Raymond GERMANY – Bürgerinitiative "Faire Energie" (Rheinland-Pfalz)

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III. „Eine Hilfestellung: das intelligente Gebäude“

Michael SONNTAG - smart blue energy

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30.06.2012 Energieeffizienz anstatt Energiearmut!

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