Energieeffizienz bei öffentlichen Gebäuden und technische Standards und gesetzliche Vorgaben

Während die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes in Deutschland auf freiwilliger Basis auf Initiative der Kommunen erfolgt, ist sie in Frankreich für Gemeinden ab einer Größe von 50.000 Einwohner verpflichtend vorgeschrieben. Wie die konkrete Umsetzung der bis spätestens Ende 2012 zu erstellenden Klimaschutzkonzepte realisiert werden kann, ist in Frankreich bislang jedoch noch nicht abschließend geklärt. In Deutschland wird die Einstellung eines Klimaschutzmanagers in den Kommunen gefördert, der die Umsetzung des im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes entwickelten Maßnahmenkataloges betreut und koordiniert.

Zum Hintergrund:
Am 28. Februar 2012 fand im Haus der Nachhaltigkeit in Trippstadt ein Workshop im Rahmen des Interreg-Projektes „EnEFF – Grenzüberschreitendes Netzwerk Erneuerbare Energien“ statt. Unter dem Schwerpunktthema „Energieeffizienz bei öffentlichen Gebäuden und technische Standards und gesetzliche Vorgaben“ referierten Experten über die Entwicklung und Umsetzung kommunaler Klimaschutzkonzepte in Frankreich und in Deutschland.

Herr Wern vom Institut IZES (Institut für ZukunftsEnergieSysteme) eröffnete den Workshop Er brachte seine langjährige Erfahrungen in puncto Klimaschutzkonzepte in Zusammenarbeit mit saarländischen Kommunen ein. Dabei erläuterte er den generellen Aufbau und die Herangehensweise beim Erstellen eines Klimaschutzkonzeptes. Die beiden Grundpfeiler liegen dabei einerseits in dem Aufdecken von Energieeinsparpotentialen dank einer umfassenden Ist-Analyse sowie einer Potentialanalyse unter Einbeziehung Erneuerbarer Energien. Dies ist die Basis für ein Maßnahmenkatalog.
Vortrag von Herrn Wern

Im Anschluss an den einleitenden Vortrag stellte Frau Dech-Pschorn, Referat Umweltschutz der Stadt Kaiserslautern, das konkrete Klimaschutzkonzept der Stadt Kaiserslautern vor und erläuterte geplante Umsetzungsstrategien. Im Sinne regionaler Wertschöpfung ist die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes dabei für die Stadt Kaiserslautern vielmehr als eine klimaschutzbasierte Wirtschaftsförderungsstrategie zu sehen.
Vortrag von Frau Dech-Pschorn

Herr Henkes von der EOR berichtete über die in Deutschland möglichen passiven als auch aktiven Bürgerbeteiligungsmodelle unter Berücksichtigung der jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen. Besonders auf Seiten der französischen Projektpartner stieß dieser Vortrag auf Interesse, da vergleichbare Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten in Frankreich bislang nicht existieren.
Vortrag von Herrn Henkes

Abschließend referierte Herr Gaspard vom Conseil Général de la Moselle über die Erstellung von Klimaschutzkonzepten in Frankreich. Die beiden grundlegenden Zielsetzungen sind hier einmal der nachhaltigere, umweltverträglichere Umgang mit Energie sowie die Anpassung von Kommunen an bereits eingetretene Klimaveränderungen.
Vortrag von Herrn Gaspard

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