Rettungswache in Nonnweiler ist nun Passivgebäude

(Bild: RettungsDienstlogistik und Service GmbH)
(Bild: RettungsDienstlogistik und Service GmbH)

Kategorie: öffentliche Gebäude
Leuchtturmprojekt für: Passivgebäude / Niedrigenergiehaus   
Bauherr: RettungsDienstlogistik und Service GmbH
Standort des Gebäudes: Nonnweiler-Otzenhausen (Saarland)
Baujahr: 2011/2013
Investitionskosten: 395.000 Euro (brutto)

Eckdaten
Gebäudenutzung: Rettungswache
Etagen: 1
Eingänge: 1 (zzgl. Tor)
Nutzfläche: 135 m²

Heizwärmeenergiebedarf: 33,9 kWh/(m²a)
Endenergiebedarf: 42,9 kWh/(m²a)       
Primärenergiebedarf: 122,7 kWh/(m²a)
CO2-Emission: 26,48 kg/(m²a)
Stromverbrauch: 8.411 kWh/a  (Heizung und Beleuchtung)

Gebäudehülle 
Außenwand: Putz, Holzfaserplatte 60 mm, FinnJoist-Träger mit Zellulose-Dämmung 300 mm, OSB-Platten 22 mm, GK-Platten 12,5 mm
Dach: Trapezblech auf Nagelbinder, DWD 16 mm, FinnJoist-Träger mit Zellulosedämmung 400 mm, Dreischichtplatte 27 mm
Fenster: Holz-Passivhaus-Fenster 1,03 W/m²K
Bodenplatte: Stahlbeton 25 cm, WD Styrodur 25 cm, Tragschicht 30 cm

Gebäudetechnik
Lüftungsanlage: Junkers Aerastar Comfort
Heizungssystem: Junkers STM 60 Erdwärmepumpe 6kW   
Warmwasserbereitstellung: erfolgt über das Heizungssystem

Wissenswertes über das Gebäude
Beim vorliegenden Gebäude handelt es sich um eine Rettungswache. Das Gebäude gliedert sich in 2 Teile, den Kaltbereich für den Rettungstransportwagen, der lediglich auf 17°C beheizt wird. Der Aufenthaltsbereich verfügt über Schlaf- und Aufenthaltsräume mit angegliederten Sanitär- und Umkleidemöglichkeiten. Man unterscheidet Rein- und Unreinräume, die über eine Schleuse getrennt sind.
Das Gebäude wurde in einer nachhaltigen Mischbauweise aus Holzrahmen- und Massivholzbauweise aus Brettsperrholzwänden realisiert. Die Bauteile wurden entsprechend den Forderungen des Passivhausinstitutes in Darmstadt dimensioniert. Die Anforderungen an ein Passivhaus konnten rechnerisch nicht ganz erreicht werden, weil die beheizte Garage sich negativ auf die Gesamtbilanz auswirkte. Wirtschaftlich betrachtet, machte eine weitere U-Wert-Optimierung der Außenbauteile keinen Sinn.
Eine Besonderheit stellt die bauteilaktivierte Bodenplatte dar. Diese ermöglicht eine sehr geringe Vorlauftemperatur im Heizkreis. Die Wärmepumpe mit 60 m Erdsonde arbeitet daher sehr effizient.
Die CO2 Bilanz des Gebäudes geht gegen Null. Holz als konstruktiver Werkstoff N°.1 ist fast CO2 neutral. Zellulosedämmung als Recyclingmaterial und weitere Dämmstoffe aus Holzfaserwerkstoffen tragen ebenfalls dazu bei. Außerdem wurde eine Photovoltaik-Anlage installiert.

Kontakt
Saarpfalz-Park 9
66450 Bexbach
info@remove-this.zrf-saar.de

 

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